Inmitten von Leben
CHORTÖNE − auf Spuren Albert Schweitzers

Über das Werk

 

Quelle: Foto: Uli Glasemann

Was macht mein Menschsein aus? Welche Maßstäbe und Überzeugungen bestimmen mein Handeln? Ist die „Nachfolge Jesu“ für mich eine erstrebenswerte Option? Dies sind Fragen, die sich zu allen Zeiten Menschen aus christlicher und humanistischer Motivation heraus stellen. Fragen, die für uns heute aktuell sind und die auch Albert Schweitzer zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt haben. Albert Schweitzer kam zur Überzeugung, dass sich die Barmherzigkeit Christi durch unser Handeln hier in dieser Welt zeigen muss. Seine Überzeugung „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“ ließ ihn sich zeitlebens für Menschen, für die Natur und für Frieden einsetzen.

Unsere „CHORTÖNE − auf Spuren Albert Schweitzers“ greifen wichtige Kernpunkte aus seinem Denken und Leben auf und beschäftigen sich mit der Frage, inwieweit die Ethik und das Handeln eines Theologen, Philosophen, Arztes und Musikers vor über 100 Jahren für uns heute nachdenkenswert sind oder gar als Vorbild dienen können. Sind seine Überzeugungen, dass „jeder Mensch zählt“ und „Handeln wichtiger ist als darüber Reden“ auch plausibel für unser Denken und Tun?

In mehreren Abschnitten reflektieren Wort und Musik in „Inmitten von Leben“ Schweitzers Einsatz für Völkerverständigung als „Maler mit Musik“, sein Handeln an den Menschen und für die Natur sowie sein Friedensengagement – in Text und Töne gesetzt für Chor, Solisten und Instrumente für unsere Aufführungen im Albert-Schweitzer-Gedenkjahr beim Chorfest Baden 2025 in Emmendingen und für weitere Aufführungen in diesem Jahr im Elsass, in der Schweiz, in Offenburg, Frankfurt, Berlin sowie darüber hinaus.

Damit eine Aufführung mit so vielen Sängerinnen und Sängern am Samstag bei unserem Chorfest Baden 2025 auf dem Marktplatz sinnvoll möglich ist, sind die Chorteile in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gehalten. Dies, sowie die ausgewählte Instrumentalbesetzung, erlauben eine Aufführung im Freien und mit vielen Mitwirkenden. Die Form der Chorstücke, sowie die an drei Stellen optional aufführbaren Chor-, Instrumental- oder Orgelkompositionen ermöglichen, dass mehrere oder einzelne der Sätze und Lieder alleinstehend oder im Verbund in Gottesdiensten oder Konzerten aufgeführt werden können.

Dankbar sind wir unseren elsässischen Freunden im Team der „Union des Églises protestantes d‘Alsace et de Lorraine“ um meinen Kollegen Daniel Leininger aus Straßburg für die Übersetzung der Lieder und wichtiger Sätze ins Französische, sowie Martin Groß und der „Stiftung Deutsches Albert Schweitzer Zentrum“ für die nachhaltige, ideelle und finanzielle Unterstützung unseres großen, grenzüberschreitenden Herzens-Projekts.

Unsere „CHORTÖNE − auf Spuren Albert Schweitzers“ wollen am Beispiel Albert Schweitzers ermutigen, Praktiker der Humanität, kritische Denker im christlichen Bewusstsein, Verantwortliche für die Natur sowie Ringende für Gerechtigkeit und tiefverwurzelnden Frieden zu sein.

Traugott Fünfgeld
im März 2025